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05.05.2010
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ZF Lenksysteme mit gutem Start in das neue Geschäftsjahr |
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Schwäbisch Gmünd/Stuttgart. Die ZF Lenksysteme GmbH (ZFLS), ein Gemeinschaftsunternehmen von Robert Bosch GmbH und ZF Friedrichshafen AG, ist gut in das laufende Geschäftsjahr gestartet und will den Umsatz und das Ergebnis in diesem Jahr wieder steigern. „Wir sind überzeugt, dass wir 2010 zu einem positiven Ergebnis zurückkehren werden“, sagte Michael Hankel, Vorsitzender der Geschäftsführung während der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. Die Belebung ist inzwischen in allen Regionen spürbar, wobei vor allem Asien und hier insbesondere China die treibenden Märkte sind. Im ersten Quartal 2010 lag der Umsatz des Konzerns bereits wieder über dem Niveau des ersten Quartals 2007. Damit konnte ZFLS auch wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Allerdings kann aus diesem Quartalsplus noch kein abgesicherter Trend für das Gesamtjahr abgeleitet werden, da besonders im zweiten Halbjahr noch Risiken bestehen. Insgesamt wird für das laufende Geschäftsjahr eine Rückkehr auf das Umsatzniveau des Jahres 2008 erwartet.
Liquidität verbessert
Die weltweite Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr hatte auch direkten Einfluss auf die Entwicklung von ZFLS. So sank der Umsatz um 15 Prozent auf 2.197 Mio. €. Besonders betroffen von dieser negativen Entwicklung waren das Geschäftsfeld Nkw-Lenksysteme und –Lenksäulen. Hier mussten Umsatzeinbrüche von rund 45 Prozent verkraftet werden. Bei den Pkw-Lenkungen beziehungsweise Pkw-Lenksäulen war der Rückgang mit 6 beziehungsweise 10 Prozent noch moderat, da Marktanteilsgewinne und neue Produkte den Markteinbruch abgepuffert haben. Der Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Pumpen betrug 26 Prozent. Auch die regionale Geschäftsentwicklung war im Jahr 2009 unterschiedlich. Während im Raum Asien/Pazifik die Umsätze um 53 Prozent zulegten, musste im Inland ein Rückgang von 22 Prozent hingenommen werden. In Europa (ohne Deutschland) waren es sogar 33 Prozent. Die Rückgänge in Nordamerika betrugen 12 Prozent, in Südamerika 27 Prozent.
Sowohl im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugsegment konnten Marktanteile hinzugewonnen werden.
Das operative Ergebnis war mit -98 Millionen das schlechteste in der zehnjährigen Unternehmensgeschichte. Im Jahr 2008 war das Ergebnis mit 40 Millionen noch positiv ausgefallen. Im Jahr 2009 belasteten auch außerplanmäßige Abschreibungen das Ergebnis: Zum einen mussten das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte des Geschäftsfeldes Pkw-Lenksäulen um 49 Mio. Euro abgewertet werden. Zum anderen ergab sich bei aktivierten Entwicklungsprojekten zum Bilanzstichtag ein Abschreibungsbedarf von 18 Mio. Euro.
Konsequente Maßnahmen zur Kosteneinsparung und Liquiditätssicherung haben dazu beigetragen, dass die ZF Lenksysteme GmbH auch im Krisenjahr 2009 eine sehr solide finanzielle Basis ausweisen konnte. „Wir sind mit einer besseren Liquidität aus dem Jahr 2009 herausgekommen, als wir in dieses eingetreten sind“, sagte Hankel. Kosteneinsparungen gab es unter anderem innerhalb der Materialwirtschaft, bei Verwaltung und Vertrieb und beim Personal. Darüber hinaus wurden die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 61 Mio. € auf 103 Mio. € zurückgefahren. Sämtliche Investitionen wurden aus dem laufenden Geschäft finanziert. Allerdings verringerte sich die Eigenkapitalquote von 39 Prozent auf 32 Prozent.
F&E-Ausgaben erneut gesteigert
Auch im wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 hat ZF Lenksysteme gezielt in die Zukunft investiert. Mit 137 Mio. € lag der Aufwand hier um 24 Prozent über dem des Jahres 2008; auch bedingt durch Abschreibungen auf Entwicklungsprojekte. Wegen des Umsatzrückgangs lag die F&E-Quote im Jahr 2009 mit über sechs Prozent vom Umsatz auf einem besonders hohen Niveau. Hier strebt das Unternehmen mittelfristig wieder eine Quote von fünf Prozent an. Dank dieser Aufwendungen konnten auch im Jahr 2009 Produktinnovationen angestoßen beziehungsweise weiterentwickelt werden.
Ungeachtet des schwierigen Geschäftsverlaufs im Jahr 2009 ist es der ZF Lenksysteme GmbH gelungen, die internationale Marktposition zu festigen und die Technologieführerschaft auszubauen. So startete im vergangenen Jahr die Produktion der Elektrolenkung (Servolectric®) im amerikanischen Florence (Kentucky). Aufgrund des Interesses nach Verbrauchs- und Emissionsreduzierungen hat sich die Nachfrage nach Elektrolenkungen im Jahr 2009 weiter erhöht. Die Servolectric von ZFLS reduziert die CO2-Emission eines Fahrzeugs um bis zu 17 Gramm pro Kilometer. In einem Mittelklassefahrzeug entspricht dies einer Kraftstoffeinsparung im Stadtverkehr von bis zu 0,7 Liter je 100 Kilometer. Die durchschnittliche Kraftstoffeinsparung beträgt 0,3 Liter je 100 Kilometer.
Beschäftigungssicherung in Deutschland
Die ZF Lenksysteme beschäftigte im Jahresdurchschnitt weltweit 10.031 Mitarbeiter. Dadurch ist die Mitarbeiterzahl um 5,5 Prozent im Vergleich zu 2008 gesunken. „An unseren vier Standorten in Deutschland konnten wir komplett auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten“, betonte Michael Hankel. Stattdessen nutzte das Unternehmen die Flexibilisierungsinstrumente wie beispielsweise Altersteilzeit und Abfindungsregelungen. Frei werdende Stellen wurden nur sehr restriktiv wieder besetzt. In erheblichem Umfang nutzte ZFLS an seinen deutschen Standorten das Instrument der Kurzarbeit. Dass es dieses Mittel der Beschäftigungssicherung an den Auslandsstandorten nicht gibt, wurde hier umstrukturiert und Entlassungen konnten nicht verhindert werden. In diesem Zusammenhang war auch die Schließung des Werkes im kanadischen St. Thomas nicht zu vermeiden. Darüber hinaus wird die ZFLS ihr Werk für die Fertigung von Lenksäulen in Gwent, Großbritannien, im Laufe des Jahres 2010 schließen.
Pressekontakt:
Andreas Ziegele, Leiter Unternehmenskommunikation
Tel. (0 71 71) 31 – 34 81, Fax: (0 71 71) 31 – 32 29, Mobil: 0160 / 88 38 136
E-Mail: andreas.ziegele@zf-lenksysteme.com
Die ZF Lenksysteme GmbH, ein 50:50-Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH und der ZF Friedrichshafen AG, ist Spezialist und Technologieführer für Lenkungstechnik mit über 10.000 Mitarbeitern an 16 Standorten in 9 Ländern. Der Konzern erwirtschaftete im Jahr 2009 einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.
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